Kaffee - Khun Chang Khian Print

Anbauhöhe:  1.300 m -1.400 m / Hmong Hilltribes

Sorte:  Arabica- Caturra

Jährlich verfügbare Menge Rohkaffee:  * ca. 10 Tonnen  (daraus auch  Microlots einzelner Farmer)

Aufbereitung:  * Ernte von ca. mitte November bis ca. mitte März
                           
* gewaschen  (mit Fermentation), sonnengetrocknet auf Bambustische
                           
* Siebung: 16-18 / maschinell Größensortiert und von Hand auf defekte Bohnen verlesen
                            * abgepackt in Grain Pro Bags mit Außensack aus Jute zu je 60 kg
                            (Jute Säcke mit Mystic Hilltribe Bedruckung + zusätzlich individueller Druck umsetzbar)

Gepickt werden ausschließlich per Hand nur die optimal gereiften Kirschen. Die aus versehen gepickten grünen oder überreifen Kirschen werden bereits Eingangs separiert --> Kirschen werden in Kunststoff Tanks geschwemmt und Floaters abgeschöpft --> nass entpulpen --> Fermentation in Kunststoff Tanks mit geringem Wasserinhalt von ca. 36 Std. (je nach Wetterlage und Zeitpunkt der Saison auch etwas länger oder kürzer) --> Waschen der Bohnen mit erneutem abschöpfen der Floaters und Aussortierung von restlichen Fruchtfleisch und defekter Bohnen --> ca. 24 Std. in Kunststofftanks mit vollem Frischwasser --> erneutes waschen der Bohnen mit Frischwasser und ggf. Entfernung der restlichen Mucilage per Hand --> Trocknung auf erhöhten Bambustischen von ca. 12 -22 Tagen (je nach Wetterlage und Zeitpunkt der Saison) auf 10-12% Feuchtigkeitsgehalt (in der Erntehochphase ggf. zwei Trockenvorgänge - 1. bis auf stabile 16%, 2. ca. einen Monat später, dann mit mehr Sonnenstunden auf die finalen 10-12%) --> getrocknete Pergamonis in Säcke abfüllen --> nach mind. 1 bis max. 4 Monaten Lagerzeit erfolgt die Schälung der Pergaminos mit der Dorfeigenen Dry Mill, wo gleichzeitig auch die erste Größensortierung stattfindet --> per Hand werden die Bohnen auf defekte gemäß SCAA aussortiert --> Abfüllung in unsere Grain Pro Säcke mit den bedruckten Jute Aussensäcken --> Transport vom Bergdorf  in die Stadt Chiang Mai zu unserem Lager (ca. 2 Std.) von wo aus wir den Container befüllen --> Transport des Containers zum Hafen nach Bangkok (ca. 12 Std.) --> Verschiffung nach Hamburg (ca. 4 Wochen)
(Ähnlich diesem sehr aufwändigen Aufbereitungsprozess, bis hin zu den trockenen und sortierten Bohnen, hat sich teilweise auch z.B. in Kenia etabliert)

--> ausgewogener Kaffee, leicht süß mit fruchtigen Zitrusaromen und einer würzigen Note / voluminös mit feinen Anklängen von Vanille / elegante, leichte Säure

Preis:   auf Anfrage (Lager Hamburg - Schwarze & Consorten, verzollt, zzgl. MwSt und Versand)
              (einfach fragen, um Details,  Ihre Wünsche und unsere Möglichkeiten zu besprechen)

Das Bergdorf Ban Khun Chang Khian des Hmong Volkes in der Provinz Chiang Mai hat ca. 700 Einwohner, verteilt auf ungefähr 100 Haushalte.
Für ca. ein Drittel der Leute stellt der Verkauf ihrer Kaffeekirschen eine wesentliche Einnahmequelle dar.
Zwei Familien, welche in erster Linie unsere Ansprechpartner sind, bilden dabei den Mittelpunkt der Kooperative und kaufen die Kaffeekirschen von den anderen Familien ab und bereiten diese vom ersten bis zum letzten Schritt in mühsamer Handarbeit auf, bevor die fertigen grünen Bohnen ihre Abnehmer finden. Dabei kommen lediglich zum Entfernen des Fruchtfleisches und später zum Entfernen der getrockneten Pergamenthülle einfachste Maschinen zum Einsatz, der Rest (pflücken, waschen, fermentieren, trocknen, mehrere Sortiervorgänge) wird alles in Handarbeit erledigt, worauf die Hilltribes auch stolz sind und akribisch darauf achten, dass alles perfekt gemacht wird.

Seit ca. 30 Jahren und dem Wandel vom Opiumanbau (siehe Link „Kaffee - Kultivierung in Thailand“) zu alternativen Einnahmequellen wird sich mit äußerster Liebe und Sorgfalt dem Kaffeeanbau gewidmet.

Nicht zuletzt hat das Dorf durch seine günstige Lage, mit lediglich ca. einer Stunde Fahrt zur Stadt Chiang Mai (heutzutage) von dem Einfluss und der Aufbauhilfe der dort ansässigen Universität sehr positiv profitiert und auch noch heute wird eng mit der Abteilung für landwirtschaftliche Forschung zusammengearbeitet, um stets höchste Qualität der Kaffeebohnen zu gewährleisten.

Die Kaffeesträucher sind an den Hängen rund um das Dorf in einer Höhe von 1.200 m – 1.400 m verteilt und befinden sich stets unter schattenspendenden, wild wachsenden Bäumen, bzw. zum Großteil unter Jahrzehnte alter Obstbäume wie Litchie und Lam Yai oder Macadamia Nüssen, deren Früchte in Südostasien sehr beliebt sind, von den Hmong ebenso gepflegt werden und durch den Verkauf der Früchte auf den lokalen Märkten diese somit eine weitere Einnahmequelle darstellen.

Dabei wird auf den Einsatz von Pestiziden, Unkrautvernichtern und chemischem Dünger bewusst verzichtet. Anstelle dessen wird das vermittelte Wissen über organische Bewirtschaftung der Kaffeesträucher (Einsatz von Biodünger), die jahrzehntelange Erfahrung und nicht zuletzt die optimale Höhenlage, verbunden mit der Mischkultur aus anderen schattenspenden Bäumen und der optimalen Niederschlagsmenge genutzt. All das ergibt beste Voraussetzungen für eine vergleichsweise langsame Reifung der Kaffeekirschen,  was den Grundstock dieses später sehr hochwertigen Kaffees darstellt, um welchen es oft einen regelrechten Wettlauf gibt, bei dem meist bereits während oder vor der Erntesaison von hiesigen Kaffeeröster entsprechende Mengen vorreserviert werden.

In niedrigeren Höhenlagen kultivieren die Hmong dieses Dorfes auch Reis als Grundnahrungsmittel, teilweise Tomaten oder Bohnen und natürlich auch den steten Begleiter im Thailändischen Essen, die Chilli.