Aufbau - Kaffeedorf Print

Es ist bereits seit Anfangszeiten neben der Leidenschaft und dem imensen Zeitaufwand, den wir mit unseren Kaffeepartnern (siehe "Unser Rohekaffeeangebot und die Produzentenpartner"), auf unseren eigenen Plantagen und dem ganzen drum herum betreiben ein Traum von uns auch ein kleines, abgelegenes komplettes Dorf in Bezug auf die Kaffeekultivierung und die weiteren Schritte bis hin zum qualitativ exzellenten Rohkaffee aufzubauen, zu koordinieren und damit nachhaltigen Erfolg für die Menschen des Dorfes zu schaffen.

Allgemeines zum Dorf "Mae u Mong" und der Situation der dort lebenden Menschen

Die Menschen von Mae u Mong gehören dem Bergvolk Stamm der Karen an. Das Dorf hat 134 Einwohner, veteilt auf 34 Haushalte (Stand - April 2015)

Es liegt auf ca. 1.300m in der Bergwelt Nordwest Thailands in der Provinz Mae Hong Son. Der nächste Ort (Soppong im Landkreis Pang Mapha) mit Märkten, usw. liegt 25km entfernt und die nächste Straße, die dann auch gut befahrbar ist, liegt 10km (30 Minütige Fahrt) entfernt.
Wir leben im Dorf "Nam Rin" und brauchen mit dem Auto (nur Pickup möglich) oder Moped ca. 30 Minuten, um in Mae u Mong zu sein.
Das malerisch Dorf liegt abgelegen, sehr ruhig und idyllisch inmitten eines intakten Ökosystems der Berggedend Pang Mapha. Handyempfang und Internet haben es noch nicht bis dahin geschafft und die Menschen in Mae u Mong empfinden das auch nicht wirklich als störend, sondern lieben es im Einklang mit der Natur, zurückgezogen, aber dennoch sehr aufgeschlossen, herzlich und am "wahren Leben" interessiert zu leben. So ist es immer wieder eine Freude in Mae u Mong zu sein und mit den Leuten zusammenzuarbeiten.

Dennoch ist es ein teilweise "hartes Leben", denn Großteil der Menschen leben hauptsächlich von der Selbstversorgung, indem sie Reis anbauen, Hühner, Schweine und Kühe halten und im kleinen Stil Kidney Bohnen und Mais anbauen, um diese im nächsten Ort für kleines Geld auf den Märkten zu verkaufen. So wird es für die älter werdenden Menschen immer schwieriger sich selbst zu versorgen und für die jüngeren fehlen die Alternativen, bzw. Perspektiven.
Bereits vor ca. 20 Jahren sind einige Leute des Dorfes an junge Kaffeepflanzen geraten, welche seitdem wild in den Dorf umliegenden Wäldern oder im Dorf selbst eigentlich ganz gut gedeihen, jedoch mit dem Ernteertragrtrag daraus nicht wirklich was anzufangen war, da die Leute keinen Markt für frisch gepflückte Kaffeekirschen haben. Zur Aufbereitung der Kirschen fehlt ihnen das Wissen, das Equipment und einmal mehr der Markt wo die Pergaminos oder evtl. im finalen Schritt der Rohkaffee verkauft werden könnte.

So haben wir uns nun (März 2015) dazu entschlossen die Situation dazu gemeinsam mit dem  Dorf zu ändern und das Ganze Vorhaben in Form eines gut geplanten, strukturierten, sehr langfristig angelgten Projekets zu ändern. Bestimmende Faktoren zum Fortschritt des Projekts sind unter anderem: 1.Einsatzbereitschaft aller Beteiligten (dazu haben wir am wenigsten Sorge), 2. unsere finanziellen Möglichkeiten gewisse Dinge umzusetzen, 3.Den Lauf der Natur (Kaffeernte ist saisonal und von Neupflanzungen bis Ertrag dauert es mehrerere Jahre), 4.Markt und Akzeptanz des nach und nach entstehenden Rohkaffees aus Mae u Mong.


Zu unserem Projekt und der Umsetzung

  • Teambildung in Mae u Mong mit allen Interessierten, die Land zum Kaffeeanabau zur Verfügung haben und zukunftsdenkend im Zusammenschluss als Team arbeiten möchten --> April 2015 = 15 Mitglieder (Familien)
  • Eroieren des aktuellen Baumbestandes der Teammitglieder --> aktuell haben die 15 Teammitglieder einen Baumbestand von ca. 1.000 Pflanzen im Alter von 3 Jahren - 20 Jahren
  • Ausgabe von 650 Jungpflanzen (Caturra + Catuai + Catimor) , ca. 40 St. an jeden der Teammitglieder, welche in der kommenden Regenzeit (ca. Juli 2015) gepflanzt werden
    --> Kosten: 360,-€
  • Bereitstellung von Elefantenmist und Training zur organischen Düngerherstellung

 

Weitere wichtige Schritte und Basiserkenntnisse werden in laufe dieses Jahres bis zur nächsten Kaffeesaison (Beginn November 2015) mit jedem einzelnen Teammitglied recherchiert:

  1. Wie viel Land steht für die Kaffeekultivierung zur Verfügung
  2. Zustand des verfügbaren Landes (Erdreich, Schattenbäume, Lage...) + Zustand der bereits vorhandenen Bestandes an Kaffeebäumen
  3. Situation zu Hause im Dorf (verfügbarer Platz für Kaffeeaufbereitung, Trocknung...)
  4. Erfahrung mit der Kultiverung von Kaffee (Anbau, Aufbereitung, Verkauf...)
  5. Aktueller Einkommensweg + Ideen und Pläne für die Zukunft

Der vorhandene Baumbestand von ca. 1.000 Bäumen (Caturra + Catimor) wird vermutlich in der Saison 2015/2016 einen Ertrag von ca.600kg Rohkaffee ergeben, welchen wir dann bereits gerne nach Deutschland holen würden und an Interessierte Röster abgeben können.

Die Bedingungen im Dorf und den umliegenden Bergen sind optimal zur Kultiverung von speziellen Kaffees. So werden wir in Zukunft nicht nur Jungpflanzen in Aufzuchtstationen kaufen, sondern den Fokus auch auf die Eigenzucht verschiedenster Varietäten legen. Nicht zuletzt haben wir durch die hohe Viefalt auf unseren eigenen Plantagen sehr viel Spielraum hierzu.
Neben den "Standard - Varietäten" (Caturra, Catuai, Catimor) sind unsere aktuellen speziellen Varietäten (Mundo Novo, K7, Kona, San Ramon, Arusha) im zweiten Anbaujahr und tragen 2016 erste Kirschen, die wir dann als Samen zur Neuafzucht nutzen werden. Wir experminetieren hierzu sehr viel und werden versuchen im Dorf Mae u Mong einen "Mittelweg" aus stabilen Varietäten mit guten Ertrag und eventuellen Besonderheiten zu integrieren.

Ausblick

In der ersten Ernte aus dem vorhandenen Baumbestand, in der wir "die Zügel in die Hand nehmen" (2015/2016) werden wir systematisch die Kaffeekirschen im zwei Wochen Rythmus zu fesgelegten Pickzeiten die Leute dazu begleiten und höchste Qualität schulen, einen sehr guten Preis für die Erträge zahlen (ca. 75cent je kg Kirschen) und daraufhin die Kaffeekirschen zu uns bringen und dort die weitere gewaschene Aufbereitung durchführen. Das Kaffee Team aus Mae u Mong ist dabei natürlich stets mit anwesend, um dann auch die nächsten Schritte des pulpen, fermentieren, waschen, trocknen, schälen, sortieren zu verfolgen. Auch werden wir mit gewissen Mengen Versuche zur Aufbereitung (Natural, Pulped Natural) durchführen und die Erkenntnisse daraus dann gff. im darauf folgenden Erntehjahr bei einer größeren Menge, dann Vorort im Dorf Mae u Mong umsetzen.
Schritt für Schritt, bzw. Jahr für Jahr möchten wir dann die kompletten Schritte direkt im Dorf Mae u Mong implementieren, je nach Situation zentralisiert aufbereiten oder aufgeteilt auf die einzelnen oder bestimmer Teammitgieder. So können wir nach und nach den entsprechenden Mehrpreis des dann abgenommenen Kaffees zahlen und die Wertschöpfungskette bleibt bei jedem einzelnen Bauer.
1. Abkauf Kaffeekirschen, 2. Abkauf Pergaminos, 3. Abkauf Rohkaffee

Im übrigen schreiben wir den Teammitgliedern nicht vor ihre Erträge in welcher Form auch immer an uns abgeben zu müssen, sondern eroieren gemeinsam mit den Leuten die Möglichkeiten, zeigen genau die Kosten des Kaffeeweges vom Dorf bis nach Deutschland auf und auch den finalen Preis, den wir bei den interessierten Röstern ausrufen können werden wir den Bauern natürlich nicht vorenthalten.
Daraus ergibt sich dann hoffentlich ein dem sehr speziellen Projekt und der Qualität des Kaffees gerechter Preis, so dass alle Beteiligten eine Zukunftsperspektive  haben und weiter motoviert bleiben exzellenten Rohkaffee zu kreieren.


Durch die langfristige Auslegung und neben dem zeitintensiven und emotionalen Aufbau des Dorfes von "Kindesbeinen" an, werden wir auch stetige finanzielle Ausgaben hinsichtlich der Betreuung, Trainings, Equipment, usw. haben, was wiederum in Verbindung mit unseren eigenen finanziellen Möglichkeiten aus dem Rohkaffee und Tee Import und den Spenden von aussen steht.

Sicher ist jedoch, dass wir diesen Traum des "Kaffeedorfes von Kindesbeinen an" stets weiter ausbauen, dabei exzellenter Kaffee entsteht, wir diesen nach Deutschland holen und dann gerne wieder bei dem ein oder anderen Röster in einem Gespräch über das Projekt genießen möchten.

Das "Mae u Mong" Kaffeedorf TEAM (Stand April 2015)

1. Som Chai - Village and Team Leader 2. Kam Sui 3. Prapan 4. Prajetoon 5. Daeng 6. Chalermchai 7. Therdsag 8. Jamroon
1.Som Chai       2.Kam Sui        3.Prapan      4.Prajetoon        5.Daeng     6.Chalermchai   7.Therdsag      8.Jamroon

9. Tapiti 10. Janu 11.1.Tam 11. Pasa Aey 12. U Thai                       14. Sura 15. Hui Chi
  9.Tapiti           10.Janu           11.Tam      11.1.Pasa Aey      12.U Thai     13.Tasanee     14.Sura          15.Hui Chi